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Bücher und Workbooks für Eltern

MEINE BÜCHER

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Aufklärungsguides Kompakt

Der Einstieg in jedes der drei Themen

Workbooks für Eltern

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LESEPROBE:

Kapitel 1 

Familienrealität 2025: Zahlen, Daten, Fakten

 

Eine ganz normale Familie

Der Morgen beginnt, bevor irgendjemand bereit ist.

Das Licht ist noch grau. Die Kaffeemaschine läuft. Irgendwo im Haus weint jemand, nicht laut, nicht dramatisch, einfach so, wie Kinder manchmal weinen, ohne dass man sofort weiß warum. Und während eine Hand die Brotdose sucht und die andere das Handy entsperrt, läuft im Hintergrund bereits die stille Rechnung: Wer bringt wen wohin? Was fehlt noch? Was wird heute noch kommen?

Es ist kein schlechter Morgen. Es ist einfach ein Morgen.

Und trotzdem ist da dieses Gefühl, schwer zu benennen, leicht zu erkennen. Eine Art Grundspannung, die schon da ist, bevor der Tag wirklich angefangen hat. Als würde man bereits hinter sich selbst herlaufen, bevor man den ersten Schritt gemacht hat.

 

Beim Frühstück eskaliert irgendetwas. Vielleicht der falsche Becher. Vielleicht ein Satz, der falsch ankam. Vielleicht auch gar nichts Konkretes, nur die Summe von allem, was sich angesammelt hat. Die Stimme wird lauter als beabsichtigt. Ein Wort fällt, das man nicht gemeint hat, zumindest nicht so. Das Kind schaut kurz auf. Dann weg.

Der Tag geht weiter.

Abends, wenn es endlich still ist, liegt man wach. Nicht wegen dem, was passiert ist, sondern wegen dem Gesicht des Kindes in diesem Moment. Diesem kurzen Blick. Man dreht sich um. Man denkt: Morgen wird es besser. Man schläft irgendwann ein.

Das ist keine Geschichte über eine kaputte Familie.

Das ist eine Geschichte über fast alle Familien.

Was in diesem Morgen steckt, ist mehr als Müdigkeit. Es ist das Ergebnis von Druck, der sich über Wochen und Monate aufschichtet, von innen und von außen, sichtbar und unsichtbar. Und es ist das Ergebnis von etwas, das die meisten Menschen nie gelernt haben zu sehen: Wie eng das, was wir erleben, mit dem zusammenhängt, was wir einmal erlebt haben.

Kinder spüren das. Nicht mit Worten. Aber mit allem, was sie sind.

Und Eltern, die meisten von ihnen, wollen es besser machen. Das ist keine Frage. Die Frage ist eine andere: Warum gelingt es so oft nicht, obwohl der Wille da ist?

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